UVB- und UVA-Strahlen

uv-stahlen

Wissenswertes:

  • 50 % der UV-Tagesdosis wird zwischen 11.00 und 14.00 Uhr abgegeben.
  • 75 % der UV-Strahlung durchdringen eine dichte Wolkendecke.
    Bei leicht bewölktem Himmel kann durch Streuung der Strahlen sogar kurzfristig die UV-Strahlung verstärkt werden.
  • Bis zu 50 % der UV-Strahlen erreichen uns – durch Reflexion – auch im Schatten.
  • 60 % der UV-Strahlen erreichen noch eine Wassertiefe von 50 cm (Schwimmtiefe !).
  • Die UV-Strahlung steigt um 15 % je 1000 m Höhenzunahme.
  • Schnee verstärkt die Strahlung zusätzlich durch Reflexion um 50%
  • Kleiderstoffe und Sonnenschirme schützen nicht vollständig vor ultravioletten Strahlen.
  • UVA- und UVB-Strahlen machen nur 5 % der Sonneneinstrahlung – dank der Ozonschicht – aus.

Das Infrarotlicht ist langwellig und energiearm. Es durchdringt die Oberhaut und erreicht die Lederhaut und tiefere Gewebeschichten und erzeugt ein Wärmegefühl. Bei zunehmender Erwärmung erweitern sich die Gefäße in der Lederhaut und eine vorübergehende Rötung der Haut (“Blutschleier”) tritt auf. Der Körper versucht, über die erweiterten Blutgefäße der Haut Wärme abzugeben. Wenn der Wärmestau unter Besonnung zu stark wird und die Blutgefäße sich maximal erweitert haben, gelangt zunehmend mehr Flüssigkeit über die Kapillaren in das Gewebe. Die Lymphbahnen können diese Flüssigkeitsmenge nur verzögert abtransportieren. Es kommt zur Schwellung der Haut, den Ödemen. Eindringtiefe der Infrarotstrahlen: 1 cm.

Die Haut verfügt über verschiedene Schutzmechanismen gegenüber den schädlichen Wirkungen der Sonne. Dies geschieht durch die Aktivierung der Pigmentbildung in den Melanozyten (Pigmentzellen) der Oberhaut und die Entwicklung einer sogenannten Lichtschwiele. Darunter versteht man die Verdickung der Hornschicht der Haut unter Sonneneinwirkung. UVA-Strahlen fördern die Sofortpigmentierung und UVB-Strahlen die verzögerte Pigmentierung.

Das Melanin, das Pigment der Melanozyten, bestimmt vorrangig die Hautfarbe des Menschen. Das Eumelanin bewirkt einen schwarzbraunen und das Phäomelanin einen rotbraunen Farbton. Einen Einfluß auf die normale Hautfarbe haben neben dem Melanin auch das Hämoglobin (Blutfarbstoff) und die Karotinoide (z. B. Farbstoffe von Karotten).

Die Melanozyten geben das gebildete Pigment über lange Zellfortsätze in Form von Pigmentteilchen an die umgebenden Zellen der Oberhaut ab. So entsteht ein Schutzmantel aus Pigment um die Zellkerne. Eine Schädigung der Zellkerne der Oberhautzellen könnte sonst der erste Schritt zur Bildung von Hautkrebs sein.

Die Unterschiede in der Hautfarbe der Menschen zwischen hell, gelb und dunkel werden von der Größe, Dichte, Verteilung und Anhäufung von Pigmentteilchen in den Hautzellen bestimmt. Die Melanozyten sind bei dunkelhäutigen Menschen nicht zahlreicher als bei hellhäutigen, sondern lediglich aktiver und produzieren größere Mengen von Pigment.