Unterhaut (Subcutis)

Die Unterhaut besteht aus lockerem Bindegewebe und Fettgewebe. Sie ist verschieblich mit Knochenhaut und Muskulatur verbunden. In der Unterhaut dient das Fettgewebe als Druckpolster (“Stoßdämpfer”), Kälteschutz und Energiereserve. Die mit der Nahrung aufgenommenen  Kohlenhydrate werden in Form von Fett gespeichert. Bei normalem Körpergewicht macht das Fettgewebe  10 % aus, was einer Energiereserve  für 40 Tage entspricht. Bei Säuglingen und Kleinkindern ist der Wärmeschutz durch das Fettgewebe besonders wichtig, da sie über eine relativ große Oberfläche verfügen.

Das Fettgewebe wird durch Bindegewebszüge kissenartig unterteilt. Die Bindegewebszüge fixieren die Haut an der Muskulatur und garantieren eine hohe Elastizität. Sie sind aus Kollagen- und Retikulinfasern aufgebaut. In der Unterhaut verlaufen die größeren Nerven, Blut- und Lymphgefäße

Der Umfang des Fettpolsters hängt vom Ernährungszustand ab. Bevorzugter Ort für die Fettablagerung bei der Frau sind Hüften, Gesäß, Oberschenkel und Brust,  beim Mann der Bauch. Hautgebiete wie Augenlider, Lippen, Penis und Hodensack sind fettarm. Die Ausbildung von Fettgewebe wird durch Geschlecht, Vererbung, Körperregion, Hormone, Alter und Ernährung bestimmt.