Sonnen ohne Schaden

    Folgendes sollten Sie im Umgang mit der Sonne wissen:

    1. Kleinkinder unter 2 Jahren sollten nicht direkt der Sonne ausgesetzt werden. Sonnenhüte und langärmelige Kleidung sind ratsam. Kinder über 2 Jahren sollten möglichst häufig ein T-Shirt tragen, überwiegend nur Arme und Beine besonnen und unbedingt einen Sonnenhut tragen. Bei Kindern sind Sonnenbrände unbedingt zu vermeiden, da die aktuellen Untersuchungen zeigen, daß Sonnenbrände bei Kindern unter 15 Jahren das Melanomrisiko (schwarzer Krebs) in höherem Lebensalter erhöhen. Wahrscheinlich erfolgen bis zu 80 % der Sonnenschäden der Haut in den ersten 18 Lebensjahren.
    2. Ein gut erholtes Kind muß nicht stark gebräunt sein. Eltern sollten ihren Kindern bezüglich des Sonnenbadens Vorbild sein und die Kinder frühzeitig im Umgang mit Lichtschutzmitteln unterweisen.
    3. Wochenend- und Kurzurlauber mit ungebräunter Haut sind besonders sonnenbrandgefährdet.
    4. Bestrahlungszeiten nur bis zu 60 % der Eigenschutzzeit ausdehnen. Unter Lichtschutz entsprechende Verlängerung möglich.
    5. Die Mittagssonne von 11.00 bis 15.00 Uhr meiden und im Schatten verbringen.
    6. Natürlicher Sonnenschutz: Schatten und Bekleidung. Beide mindern nur die Bestrahlung, stellen aber keinen kompletten Schutz dar.
    7. Sonnenschutzmittel mit entsprechenden Lichtschutzfaktoren schützen wirksam. Frühzeitig, mindestens 30 Min. vorher, anwenden. Wiederholte Anwendung von Sonnenschutzmitteln erhöht nicht die Schutzwirkung, sondern sichert nur den Lichtschutzfaktor.
    8. Wasserfeste Zubereitungsformen sind wirksam, müssen aber erneuert werden, da durch Baden und Schwitzen sowie Abrieb durch Handtuch, Bekleidung und Sand die Lichtschutzeigenschaften stark vermindert werden.
    9. Bei ungebräunter Haut empfehlen sich Lichtschutzmittel gegen UVA und UVB mit Lichtschutzfaktor (LSF) 15 – 20, für Kinder LSF 30 und Kleinkinder LSF 40 und mehr. Bei Sonnenbrand kompletter UV-Schutz durch Sonnenblocker. Auch bei gut gebräunter Haut Lichtschutzfaktor 10 bis 20 weiter auftragen, da eine Zunahme der Bräune nicht mehr erfolgt, aber die schädigenden Strahlen so stark vermindert werden können.
    10. Eine Vorbräunung allein durch UVA-Licht erhöht die Eigenschutzzeit nur gering, die mit UVA- und UVB-Strahlen deutlich (bis zu einem Lichtschutzfaktor von 15).
    11. Lichtallergien können jedoch in den meisten Fällen durch UVA-Bestrahlung über 3 – 4 Wochen vor Aufenthalt in der Sonne vermieden werden.
    12. Künstliche UV-Strahler (Solarien) haben fast ausschließlich UVA- und nur minimale UVB-Anteile. Zur “Sonnengewöhnung” (“Hardening-Effekt”) sollte eine kombinierte UVA- und UVB-Bestrahlung 4 Wochen vor dem Urlaub (3 bis 4 mal pro Woche) durchgeführt werden. Langfristige Bestrahlungen in Solarien sollten – wenn überhaupt – nur 1 mal pro Woche durchgeführt werden. Auch bei dieser Strahlendosis kann eine vorzeitige Hautalterung auftreten.
    13. Wasser und Sand verstärken die Strahlung durch Reflexion. Wind vermindert das Wärmeempfinden und die Mehrdurchblutung (“Blutschleier”) der Haut und erhöht somit die Sonnenbrandgefahr.
    14. Fensterglas schützt vor UVB-, aber nicht vor UVA-Strahlen.
    15. Die Augen vor direktem Sonnenlicht schützen (Sonnenbrille !). Sonst entstehen Schäden der Horn- und Bindehaut des Auges und der Sinneszellen der Netzhaut.
    16. Nach dem Aufenthalt in der Sonne feuchtigkeitsspendende Pflegemittel (Lotionen) anwenden, um der Austrocknung der Haut vorzubeugen.