Seborrhoische Dermatitis

Die seborrhoische Dermatitis ist eine chronische Hauterkrankung, die bei Säuglingen und Erwachsenen vorkommt. Es finden sich rötliche und rötlich-gelbliche Herde mit feiner bis mittelgroßer Schuppung und unscharfer Begrenzung. Betroffen sind behaarter Kopf, Stirn, Augenbrauen, Nasen-Lippen-Falten, äußerer Gehörgang und am Stamm die vordere Schweißrinne. Bei starker Ausprägung können Gesicht und Stamm großflächig befallen sein. Als Ursache werden unter anderem eine Besiedelung mit lipophilen Hefepilzen wie Pityrosporum ovale diskutiert.

Zur Behandlung empfiehlt sich die Haarwäsche mit Shampoos, die Teer, Selendisulfid, Zinkpyrithion, Salizylsäure, Imidazole (z. B. Bifonazol, Ketoconazol) enthalten. Im Gesicht und am Körper bewähren sich anfänglich Cremes mit Imidazolen wie Bifonazol, Clotrimazol, Ketoconazol oder auch dem substituierten Pyridon Ciclopirox. Alternativen sind 2 % Metronidazol-Creme oder 1 oder 2 % Erythromycin-Creme. Bei Verschlimmerung können kurzfristig Kortisonpräparate in Creme- oder auch Salbenform eingesetzt werden. Die Nachbehandlung erfolgt – je nach Hauttyp – mit Öl-in-Wasser- bzw. Wasser-in-Öl-Emulsionen.

Seborrhoeic eczema

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