Periorale Dermatitis

Unter perioraler Dermatitis (rosazeaartige Dermatitis) versteht man eine entzündliche, akneartige Hauterkrankung, die an eine Rosazea erinnert. In den meisten Fällen tritt sie um den Mund (perioral), seltener auch um die Augen herum (periorbital) auf. Kennzeichnend sind nicht juckende, manchmal jedoch leicht brennende und stechende, gerötete Knötchen (Papeln), die zu größeren entzündlichen Flächen zusammenfließen können. Ferner bilden sich eitergefüllte Bläschen (Pusteln).

Periorale Dermatitis

Periorale Dermatitis

Die Erkrankung tritt vorwiegend bei Frauen auf. Subjektive Beschwerden wie Jucken, Brennen, Stechen und Spannungsgefühl können gering oder auch sehr stark ausgeprägt sein. Die Ursache der Erkrankung ist unbekannt. Ein Teil der Fälle wird nach einer lokalen oder systemischen Kortisonbehandlung beobachtet. Die Erkrankung bleibt jedoch auch bei systemischer Anwendung immer auf das Gesicht beschränkt.

Behandlung der perioralen Dermatitis

Für die Behandlung werden fettfeuchte Umschläge eingesetzt. Darunter versteht man die Auflage von in schwarzem Tee getränkten Kompressen über einer gut verträglichen Fettcreme. Bereits durch die dabei entstehende Verdunstungskälte reduziert sich das Ausmaß der Enzündung. Ferner enthält schwarzer Tee hautberuhigende und entzündungshemmende Stoffe. Mischsalben mit Metronidazol oder Erythromycin werden zur Lokalbehandlung eingesetzt. Bei ausgeprägter Knötchen- und Eiterbläschenbildung bewähren sich orale Gaben der Antibiotika Minocyclin, Doxycyclin oder Tetracyclin. Die Erkrankung verläuft nicht selten rezidivierend. Da die Haut noch für einige Wochen leicht reizbar ist, empfiehlt sich eine Nachbehandlung mit Basiscremes zur Hautpflege, bevor normale Pflegepräparate und Kosmetika wieder verwendet werden können.