Lichtschutzfaktor

Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie stark ein Sonnenschutzmittel die Zeit verlängert, bis ein Erythem, also eine Rötung der Haut, in der Sonne auftritt. Das heißt also, wie stark die Eigenschutzzeit der Haut verlängert wird. Diese Eigenschutzzeit ist natürlich abhängig von dem Pigmentierungstyp der Haut, dem geographischen Breitengrad und der Tageszeit. Rötlich-blonde Menschen mit Sommersprossen, also der photobiologische Hauttyp 1, haben oft nur eine Eigenschutzzeit von 5 bis 10 Minunten im Sommer. So schützt ein Lichtschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor von 30 im UVB-Bereich die Haut für ungefähr 3 Stunden. Allerdings sollte diese maximale Schutzzeit vor der Sonnenbrandreaktion nicht ausgenutzt werden, da bereits vorher, schon nach etwa der Hälfte der Zeit chronische Lichtschäden und Hautalterung gefördert werden. Ein erneutes Eincremen mit diesem Lichtschutzfaktor verlängert die Schutzzeit nicht. Trotzdem ist das Nachcremen sinnvoll, da Lichtschutzsubstanzen sich unter Einwirkung von Sonnenstrahlen zersetzen. Außerdem verringern Schwitzen, Schwimmen und Abreibung an Kleidung, Badelaken und Sand die Konzentration der Lichtschutzfaktoren auf der Haut. Eine gute Vorstellung über …

Sonnenschutzmittel

Die Bekleidung einschließlich Kopfbedeckung stellt die einfachste Form des Sonnenschutzes dar. Jedoch schützen dünne Baumwollgewebe die Haut nur bedingt vor Sonneneinstrahlung. Sie haben ungefähr einen Lichtschutzfaktor 10 im UVB-Bereich. Ein nasses T-Shirt aus Baumwolle hat für UV-Strahlen noch eine Durchlässigkeit von 20 %, verfügt somit also über einen Sonnenschutzfaktor 5. Trotz der Kleidung empfiehlt es sich daher, wasserfeste Sonnenschutzpräparate anzuwenden. Wegen dieser beschränkten Schutzwirkung dünner Textilien werden in Ländern mit hoher Lichteinstrahlung wie in Australien inzwischen Berufs- und auch Kinderkleidung mit höheren Lichtschutzfaktoren hergestellt. Auch in Deutschland werden bereits einige Textilien mit Lichtschutzfaktor für Kinder angeboten. Es gibt eine Fülle von Sonnenschutzprodukten, die sich in der Art der Filter wie UVB-Schutz oder UVA- und UVB-Schutz (Breitspektrumfilter) unterscheiden. Aber auch die Grundlagen reichen von Ölen über Öl-in-Wasser-Emulsionen, Wasser-in-Öl-Emulsionen bis zu Pasten, Hydrogelen, Hydrodispersionsgelen, Lipogelen und Liposomenzubereitungen. Diese Zubereitungsformen haben jeweils Vor- und Nachteile. Bei den Emulsionen, die Mischungen aus Öl in Wasser darstellen, nimmt die Wirkung mit steigendem Wassergehalt zu, da …