Pilzinfektionen

Die Pilzinfektionen (Mykosen) der Haut, Nägel und Haare werden im wesentlichen durch Dermatophyten, Hefepilze oder durch Schimmelpilze verursacht. Bei den oberflächlichen Hautmykosen werden in etwa 80 % Dermatophyten, in 10 – 15 % Hefepilze und in 5 – 10 % Schimmelpilze nachgewiesen. Häufigste Systemmykosen (Pilzinfektionen mit Befall innerer Organe) in Mitteleuropa sind die systemische Candidose, Kryptokokkose und Aspergillose, seltener die Kokzidioidomykose und Histoplasmose. Die Blastomykose tritt überwiegend in Nordamerika, die Parakokzidioidomykose und disseminierte Kokzidioidomykose meist in Zentral- und Südamerika und die Lobomykose vorwiegend in Südamerika auf. Zu den Dermatophyten gehören die Spezies Trichophyton, Microsporum und Epidermophyton. Häufigster Erreger der Dermatophyten ist Trichophyton rubrum. Da sie für ihren Stoffwechsel die Hornsubstanz (Keratin) benötigen, befallen Dermatophyten nur die Hautoberfläche, Nägel und Haare. Die Hefepilzinfektionen werden meist durch Candida-Arten, vor allem Candida albicans, hervorgerufen. Die Hefepilze besiedeln die feuchten Areale der Haut wie Windelbereich, große Körperfalten, Schleimhäute von Mund und Genitalien sowie bei verminderter körperlicher Abwehr auch die inneren Organe. Von den Schimmelpilzen …

Haarausfall

Die Behaarung des Kopfes ist individuell, das heißt erblich festgelegt und geschlechtsgebunden. Das Wachstum eines jeden Haares unterliegt einem Rhythmus. Von den 100.000 bis 150.000 Kopfhaaren fallen, je nach Alter, etwa 50 bis 100 täglich aus, um durch neue ersetzt zu werden. Die Kopfhaare wachsen durchschnittlich 1 cm im Monat, ihre Lebensdauer beträgt 2 bis 6 Jahre. Als Alopezie bezeichnet man den Haarausfall, der über diesen natürlichen Haarwechsel hinausgeht und je nach Ausprägung zu Haarlichtung, umschriebener Kahlheit oder völligem Haarverlust führt. Bei der Alopezie wird zwischen der reversiblen (umkehrbaren) und der permanenten (dauerhaften) Form unterschieden. Nachfolgend werden der hormonell bedingte Haarausfall der Frau und der androgenetische Haarausfall des Mannes und der Frau besprochen. Der hormonell bedingte, diffuse Haarausfall (Alopecia diffusa) der Frau ist reversibel und wird nach der Einnahme der Pille, nach Entbindungen und bei Eintritt der Wechseljahre (Menopause) beobachtet. Die Beendigung einer Schwangerschaft durch Abort oder Entbindung und das Absetzen oder Wechseln oraler Kontrazeptiva (Antibabypillen) beeinflussen das Follikelwachstums des …