Talgdrüsen

Die Talgdrüsen produzieren eine dicke, cremige Flüssigkeit – den Talg (Sebum). Die größten Talgdrüsen finden sich im Gesicht, äußeren Gehörgang, After- und Genitalbereich und in der Mittellinie des Rückens. Insgesamt verfügt die Haut über 350.000 Talgdrüsen. Im Gesicht beläuft sich die Zahl der Talgdrüsen auf 400 bis 900/ cm², in anderen Regionen auf weniger als 20/ cm². Überwiegend sind die Talgdrüsen mit Haaren verbunden und münden in den Haartrichter. Augenlider, Lippenrot, Brustwarzen, kleine Schamlippen, die Eichel des Penis und die Klitoris verfügen über “freie” Talgdrüsen, die ohne Haare an die Oberfläche führen. Die Talgdrüsen haben einen Durchmesser von etwa 1 mm und liegen in der Lederhaut. Sie sind viellappig und bestehen aus mehreren Einzeldrüsen mit einem gemeinsamen Ausführungsgang. Die Talgzellen werden – wie die Zellen der Oberhaut – von Stammzellen an der Basis ständig neugebildet. Mit zunehmender Reifung lagern die Talgzellen Glycerin, freie Fettsäuren, Cholesterin und andere Fettanteile ein. Ihr pH-Wert ist sauer. Im weiteren Verlauf der Entwicklung zerplatzen die …

Hautdrüsen

In der Haut finden sich Talg-, Schweiß- und Duftdrüsen. Alle Drüsen (einschließlich der Brustdrüse !) stammen von der Oberhaut ab. Die Drüsen reichen bis in die Leder- und Unterhaut. Die Ausführungsgänge der Schweißdrüsen münden an der Oberfläche der Haut, die der Talg- und Duftdrüsen in den Haartrichtern. Talg- und Schweißdrüsen bilden auf der Hautoberfläche mit ihren Sekreten einen Schutzfilm (Säure-Fett-Schutz, Säureschutzmantel), der die Geschmeidigkeit der Haut erhält und sie vor Feuchtigkeitsverlust, oberflächlichen Infektionen und schädlichen Substanzen schützt. Der Säureschutzmantel enthält körpereigene Antibiotika. Der Talg hemmt das Wachstum von Pilzen.