Pflege der Augenlider

Die Haut der Augenlider ist besonders dünn, verfügt nur über wenig Bindegewebe und Unterhautfett und ist die empfindlichste Region des Gesichts. Die Anzahl der Talgdrüsen ist gegenüber der übrigen Gesichtshaut deutlich vermindert. Dies erklärt die Neigung zur Trockenheit und Faltenbildung. Auch lagert das Unterhautgewebe der Augenpartien besonders leicht Wasser ein und führt so zu „geschwollenen“ Lidern und auffälligen Tränensäcken. Die Haut der Augenpartien ist gleichsam ein Stimmungsbarometer und verrät Müdigkeit, Gemütslage und Krankheiten. Hieraus erklärt sich, dass die Haut im Bereich der Augen eine besondere Pflege verdient und häufig -eher aus Unkenntnis und Unsicherheit – bei der Hautpflege vernachlässigt wird. Das Spannungsgefühl der Haut ist ein guter Indikator für den Verlust des Hydrolipidfilms.

 
 
 
Unabhängig vom Hauttyp empfiehlt sich eine ausreichende Pflege der Augenpartien mit Cremes oder Gelen. Die gründliche Entfernung von Augen-make-up, Schwitzen beim Sport, erhöhte Außentemperaturen und die Austrocknungsneigung während der kalten Jahreszeit verlangen meist Augencremes vom Typ der Öl-in Wasser-Emulsionen (O/W-Emulsionen) mit teils hohem Lipidanteil. Die Pflegeprodukte sollten keine spreitenden Bestandteile enthalten, um ein „Kriechen“ in die Augen zu vermeiden. Durch einen ausreichenden Feuchtigkeitsanteil werden die Augenpartien geschmeidig und die Faltenbildung durch Austrocknung verringert. Geeignet sind Zusätze von Vitamin A und E, Panthenol, Bisabolol und Allantoin. Bei starkem Schwitzen und in den Wintermonaten ist die Fettphase in den Öl-Wasser-Emulsionen zu erhöhen. Evtl. sind auch leichte W/O-Emulsionen anzuwenden. Die Augenpflege sollte im Bereich der Oberlider, Unterlider und der seitlichen Augenpartien am besten morgens und abends auf gereinigter Haut erfolgen. Anschließend kann ein Augen-make-up aufgetragen werden.