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Unsere Haut ist Tag für Tag einer Vielzahl belastender Umweltfaktoren ausgesetzt. Dazu gehört vor allem die UV-Strahlung, die auch in geringen Dosen bei bewölktem Himmel zu Schäden der Desoxyribonukleinsäure (DNS), der Erbsubstanz der Hautzellen, führt. Weitere Umwelteinflüsse sind grobe Verschmutzungen durch Partikel von „Schwebstäuben“, z. B. durch Industrieabgase. Diese Art von Verschmutzung ist jedoch in den letzten Jahrzehnten durch bessere Abgasfilterung verringert worden. Hohe Belastungen für die Haut bedeuten auch die Luftverschmutzung durch verschiedenste Kohlenwasserstoffe, wie z. B. durch die Abgase von Dieselfahrzeugen.
In den Sommermonaten empfiehlt sich der regelmäßige Einsatz von Lichtschutzpräparaten. Das Sonnenlicht kann nicht nur Hautkrebs hervorrufen, sondern macht 90 % der kosmetisch störenden Hautalterung aus. Der frühzeitige, regelmäßige Einsatz von Lichtschutzpräparaten kann einen Großteil der Hautalterung verhindern bzw. stark verzögern (siehe „Haut und Sonne“). Die Lichtschutzfaktoren sollten im Bereich von 15 bis 20 liegen. Präparate mit Breitspektrumfilter sind zu bevorzugen, da sie auch vor UVA-Strahlen schützen, die im wesentlichen für die Hautalterung verantwortlich sind. Aufgrund der Umweltbelastung ist eine gründliche Hautreinigung 2 mal täglich sinnvoll. Viele Hautreinigungsmaßnahmen können allerdings den Säureschutzmantel der Haut beeinträchtigen. Unter Säureschutzmantel (Hydrolipidfilm) der Haut versteht man ein kompliziertes Gleichgewicht von Fettsäuren auf der Hautoberfläche, der einen Schutz gegenüber Umwelteinflüssen darstellt. Diese Fettsäuren sorgen auch für den sauren pH-Wert unserer Hautoberfläche, der z. B. an der unbedeckten Haut der Stirn zwischen 5,4 - 5,9 beträgt. Als Idealwert für die Haut wird ein pH-Wert von 5,5 angesehen. Die Hautreinigung sollte daher mit pH-neutralen Waschlotionen oder Seifenfeststücken erfolgen. Alternativen für trockene und empfindliche Haut bieten die Reinigungsmilch und Syndets. Ergänzt werden kann diese gründliche Hautreinigung durch bevorzugt alkoholfreie Gesichtswässer. Ein gutes Gesichtswasser normalisiert zum Teil den durch den Kontakt mit dem alkalischen Leitungswasser veränderten pH-Wert der Haut und enthält in der Regel hautberuhigende Zusätze. In Einzelfällen, insbesondere bei fetter Haut, können auch alkoholische Gesichtswässer sinnvoll sein. Nach der schonenden Hautreinigung morgens und abends ist eine konsequente Hautpflege sinnvoll. Die Auswahl dieser Präparate richtet sich nach dem Hauttyp, aber auch nach der Lebensweise und beruflichen Belastung. Im wesentlichen werden 4 Hauttypen unterschieden. Einerseits die fettige seborrhoische Haut, die auch zu Hautunreinheiten oder Akne neigt, andererseits die trockene, leicht schuppende und frühzeitig zu Falten neigende Haut. Dazwischen liegt der sehr seltene, ideale Hauttyp (Normalhaut), der weder Unreinheiten noch Austrocknungszeichen aufweist. Häufig finden sich auch Mischbilder (Mischhaut) mit einer Neigung zu fettiger und zu unreiner Haut im Bereich von Stirn, Nase und Kinn, der sogenannten T-Zone, kombiniert mit trockener Haut in den seitlichen Wangenpartien. Normale Haut Mischhaut Zur Hautreinigung ist ein pH-neutrales Syndet ratsam. Anschließend kann ein alkoholfreies Gesichtswasser zur Normalisierung des pH-Werts eingesetzt werden. Die Normalisierung des pH-Werts ist wichtig, weil ein saurer pH-Wert Hautunreinheiten in der fettigen T-Zone vorbeugt. Zur Hautpflege eignen sich tagsüber - wie auch beim seborrhoischen Hauttyp - Wasser-in-Öl-Emulsionen, evtl. mit etwas höherem Fettgehalt. In den Sommermonaten empfehlen sich auch Emulsionen mit Lichtschutzfaktoren der Stärke 15 bis 20. Zur Pflege nachts kommen leichte Öl-in-Wasser-Emulsionen in Frage. Bei beginnenden Zeichen der Hautalterung können Fruchtsäuren in Cremegrundlage eingesetzt werden. Falls diese zu Hautreizungen in Form von Rötung und Schuppung im Bereich der trockenen Wangenpartien führen, kommt alternativ auch ein Vitamin-A-Säureabkömmling, das Retinaldehyd, in Frage. Retinaldehyd fördert - allerdings schwächer als Vitamin-A-Säure und Fruchtsäuren - die Kollagenbildung in der Lederhaut und sorgt außerdem für eine erhöhte Wasserbindung im Bindegewebe der Lederhaut. So werden feine Fältchenbildungen reduziert. Fette Haut Bei deutlicher Mitesserbildung und Akne siehe auch unter „Hautkrankheiten“, speziell „Akne“. Trockene Haut Einen neuen Ansatz zur Regeneration trockener, empfindlicher Haut bietet ein Creme-Typ mit sogenannter Derma- Membran- Struktur (DMS). Diese mit High- Tech- Methoden produzierte Creme hebt sich strukturell von traditionell eingesetzten O/W- und W/O-Emulsionen ab und ist der natürlichen Lipidbarriere der Haut nachempfunden. Die Creme enthält mit Phospholipiden, Ceramiden, Squalan, Phytosterolen und Triglyceriden ausschließlich hautverwandte Lipide pflanzlichen Ursprungs, die aufgrund der hautanalogen Lamellen-Struktur in tiefere Schichten der Epidermis transportiert werden. Ein weiterer Vorteil der DMS-Creme ist der Verzicht auf künstliche Emulgatoren. So können sich Emulgatoren aus herkömmlichen Pflege-Cremes (O/W- oder W/O-Typ) in der Haut anreichern und beim Waschen ein Herauslösen hauteigener Fette bewirken. In der DMS-Creme wird bewusst auf Paraffine und Silikone verzichtet. Diese Substanzen können die Poren verstopfen und bei regelmäßiger Anwendung durch den permanenten Okklusiveffekt (Verschlußeffekt) die Eigenregeneration der Lipidbarriere verhindern. Verschiedene Strukturen im elektronenmikroskopischen Vergleich:
( Infos zur DMS - Creme: Stiefel Laboratorium GmbH )
Alternde Haut Auf die Vorgänge des Hautalterns, die Vorbeugung, Pflegemaßnahmen und Korrekturmöglichkeiten wird im Kapilel „Altern“ ausführlich eingegangen.
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